Triathlon: Reaktion auf Hoch-Intensives Training

Studie an Triathleten und Radfahrern zum HIIT-Training

Wie verträglich der Sportler auf Intensitäten reagiert, kann sehr unterschiedlich sein. Im Grunde genommen bedarf es deshalb immer auch einer Testphase, am besten in einer wettkampf-freien Periode, um Wirkung und die Dauer der Erholung insbesondere auf hoch-intensive Reize zu ermitteln.

Das HIIT, hoch-intensives Intervall-Training, erfreut sich großer Popularität, weil es eine Vielzahl interessanter und vielversprechender Studien gibt. Auf meiner Seite soll es immer wieder Inspirationen, Denkanstöße und vor allem aber Informationen geben, die helfen sollen, das eigene Training neu zu justieren, zu überdenken und interessant zu gestalten. Mit der vorliegenden Studie habe ich wieder etwas gefunden, was uns in diesem Prozess weitere Hintergründe liefert. Unten folgt die Zusammenfassung und der Link zum vollständigen Studientext.

Für eine Einleitung in das HIIT-Thema dient der folgende Link:

Tipp > KLICK zum Artikel “Hoch-Intensives-Intervall-Training (HIIT) im Triathlonsport.

Titel der Studie

Large inter-individual differences in responses to a block of high intensity aerobic interval training: a case series in national-level cyclists and triathletes

Autoren:  Bratland-Sanda, Pedersen, Haave, Helgerud, Stoeren

Erschienen: International Journal of Exercise Science, 2020

Hier geht es zur Studie > https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7241617/

Inhalt

Ziel war es, die individuellen Reaktionen auf die VO2max Leistung nach einem Block hochintensiven aeroben Intervalltrainings (HIIT) bei Ausdauersportlern auf nationaler Ebene zu untersuchen.

METHODEN:

Radfahrer und Triathleten auf nationaler Ebene (fünf Männer und zwei Frauen, 31 ± 3,3 Jahre, VO2max 65,1 ± 3,3 ml · kg-1 · min-1) führten 14 HIIT-Sitzungen durch (4×4 min bergauf bei 90-95% maximalem Herzschlagrate in neun Tagen während der Vorsaison.

Das Laufen und Radfahren von VO2max, die Laktatschwelle (LT) beim Radfahren, die Sauerstoffkosten beim Radfahren (CC) und ein Zeitfahren im Radfahren (TT) wurden zwei Tage vor und sieben Tage nach der Intervention getestet. Die Durchführbarkeit wurde anhand der Anwesenheitsraten, der Einhaltung (definiert als Abschluss aller Sitzungen) und der gemeldeten unerwünschten Ereignisse bestimmt.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse zeigten, dass die Einhaltung 100% bei 100% Anwesenheitsrate war.

Es wurden keine unerwünschten Ereignisse gemeldet. TT (-75,6 ± 50,8 Sekunden, p <0,0001), aber kein VO2-Maxcycling (-0,2 ± 4,6 ml × kg-1 × min-1, p = 0,53) oder Laufen (0,2 ± 1,2 ml × kg-1 × min-1, p = 0,85) wurde auf Gruppenebene verbessert. Die einzelnen Antworten variierten von -8,2% bis + 14,5% Veränderung von VO2max und -7,5% bis + 0,8% bei TT.

SCHLUSSFOLGERUNGEN:

Die großen interindividuellen Unterschiede in den Antworten erfordern maßgeschneiderte HIIT-Blöcke, das Monitoring von Biomarkern zur Vermeidung von Übertraining und die Untersuchung der Auswirkungen solcher Blöcke mit einer längeren Nachbeobachtungszeit von mehr als sieben Tagen.

Fazit der Autoren:

Die großen interindividuellen Reaktionen auf HIIT-Blöcke erfordern eine individuelle Anpassung des Trainings und eine genaue Überwachung der biologischen und psychologischen Reaktionen bei jedem Athleten, zumal es schwierig erscheint, den Grad der Anpassungen selbst in einer ziemlich homogenen Kohorte sehr gut vorherzusagen, wie das Beispiel trainierter Sportler, wie in der vorliegenden Studie zeigt. Obwohl es zu wenige Teilnehmer gab, um mögliche Geschlechtsunterschiede in den Antworten zu untersuchen, sollte zukünftige Forschung darauf abzielen, diese Möglichkeit zu bewerten. Zukünftige Studien sollten auch längere Nachbeobachtungen ermöglichen, um die Zeit zu bewerten, die die Athleten benötigen, um eine potenzielle Superkompensationsphase zu erreichen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Block von 14 HIIT-Sitzungen in neun Tagen im Durchschnitt eine unveränderte VO2max und eine um 3,4% verbesserte TT-Leistung 7 Tage nach Beendigung der Intervention lieferte jedoch mit großen interindividuellen Unterschieden zwischen den Athleten.

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