Triathlon: Kurze Intervalle sind effektiver

Vergleich in einem Mikrozyklus im Radsport

Seit geraumer Zeit gibt es Studien und vor allem viele Diskussionen, wie man nun im Ausdauersport trainieren sollte. Als beispielsweise die Untersuchungen zu den Tabata-Intervallen von spektakulären Anpassungen hinsichtlich der VO2Max-Werte berichtetet, änderte sich die Ansicht vieler Trainer. Müssen wir doch viel mehr in Kurzzeit-Intervallen denken, um den Organismus zu Anpassungsreaktionen zu bewegen?

Daraus entstanden weitere Ansätze, die mittlerweile ihren festen Platz im Triathlon- und Ausdauersport-Training haben. So ist dann auch jede Studie, die sich mit dem Themenkomplex beschäftigt, eine weitere Bereicherung. Ich habe eine interessante Studie aus dem Radsport-Bereich gefunden, die ich hier zusammenfasse. Viel Spaß bei der Umsetzung!

Titel der Studie

Superior physiological adaptations after a microcycle of short intervals versus long Intervals in cyclists

Autoren: Rønnestad, B. R., Øfsteng, S. J., Zambolin, F., Raastad, T. & Hammarström, D. (2021)

Erschienen: International Journal of Sports Physiology and Performance, 16 (10), 1432-1438.

Zweck der Studie:

Vergleich der Wirkungen eines 1-wöchigen Aerobic-Trainingsschock-Mikrozyklus mit hoher Intensität, bestehend aus entweder 5 Kurzintervall-Sitzungen (SI; n = 9, 5 Serien mit 12 × 30-s-Arbeitsintervallen, unterbrochen von 15-s-Erholung und 3-minütiger Erholung zwischen den Serien) oder 5 Langintervalleinheiten (LI; n = 8, 6 Serien von 5-minütigen Arbeitsintervallen mit 2,5-minütiger Erholung zwischen den Serien) zu Indikatoren der Ausdauerleistung bei gut trainierten Radfahrern.

Methoden:

Vor und nach 6 Tagen mit standardisierten Trainingsbelastungen nach dem 1-wöchigen hochintensiven Aerobic-Training-Schockmikrozyklus wurden beide Gruppen auf physiologische Determinanten der Ausdauerleistung getestet.

Ergebnisse:

Von vor bis nach dem Training erzielte SI eine größere Verbesserung als LI bei der maximalen Sauerstoffaufnahme (5,7 %; 95 % Konfidenzintervall, 1,3–10,3; P = 0,015) und Leistungsabgabe bei einer Blutlaktatkonzentration von 4 mmol·L- 1 (3,8 %; 95 % Konfidenzintervall, 0,2-7,4; P = 0,038).

Es gab keine Gruppenunterschiede in Bezug auf Änderungen der fraktionierten Nutzung der maximalen Sauerstoffaufnahme bei einer Arbeitsbelastung, die einer Blutlaktatkonzentration von 4 mmol·L-1 entsprach, der Bruttoeffizienz oder der 1-Minuten-Spitzenleistungsabgabe aus dem Test der maximalen Sauerstoffaufnahme .

Schlussfolgerung der Autoren:

Das SI-Protokoll (kurze Intervalle) kann im Vergleich zum LI-Protokoll (lange Intervalle) überlegene Veränderungen der Indikatoren der Ausdauerleistung hervorrufen, was darauf hindeutet, dass SI eine gute Strategie während eines einwöchigen hochintensiven Aerobic-Trainings-Schock-Mikrozyklus bei gut trainierten Radfahrern sein kann.