Swim 45: Front-Quadrant-Technik

Die australische Schwimmtechnik unter der Lupe

Für die Ausgabe 45 der Zeitschrift Swim habe ich mich in einem Artikel mit der Front-Quadrant-Schwimmtechnik beschäftigt. Denn wie immer ist der optische Eindruck das eine, die Analyse der Bewegungen das andere. Hier zeigen sich doch recht klare Anzeichen dahingehend, dass es sich um eine Expertentechnik handelt, die weit davon entfernt scheint, für Jedermann einen Vorteil bieten zu können. Oder anders gesagt: wer einen Vorteil sucht, der sollte auf einige Dinge gut achten, um schneller zu schwimmen. Dieser Artikel soll dabei helfen – hier folgt eine kleine Leseprobe: “….

Das Front-Quadrant-Schwimmen

Gibt es DIE schnellste Schwimmtechnik überhaupt? Von der Front-Quadrant-Technik weiß man, dass sie Ian Thorpe zu einem der besten Schwimmer der Welt gemacht hat. Könnte sich eine Umstellung für Sie lohnen?

Von Holger Lüning

Immer wieder sind Spitzenathleten das Objekt der Begierde, wenn es um die Suche nach neuen Tendenzen in der jeweiligen Wettkampftechnik einer Sportart geht. Werden von Sportlern, die offensichtlich leichte Änderungen an den gültigen technischen Leitbildern vornehmen, auch noch Rekorde aufgestellt und Medaillen gewonnen, ist man schnell geneigt, von einem neuen Trend zu sprechen. Doch wie immer ist Vorsicht geboten, wenn es um pauschale Empfehlungen geht. Denn im Mittelpunkt der Überlegungen stehen immer das Individuum und die Bewegungsanalyse. Ein besonders interessanter Fall ist das sogenannte Front-Quadrant-Schwimmen.

Unterteilt man die Armbewegung beim Kraulschwimmen in einen vorderen und einen hinteren Teil, sowie zusätzlich in eine Unterwasser- und eine Überwasserbetrachtung, so ergeben sich in der Summe vier Quadranten, die einer in vier gleichmäßige Stücke aufgeteilte Torte ähneln. Die beiden vorderen Quadranten, also die Überwasserphase mit dem Einsetzen des Arms ins Wasser und die danach folgende Zugbewegung sind die Namensgeber dieser Schwimmtechnik.

Von der Frontquadrant-Technik spricht man, wenn sich der nach vorne schwingende Arm beim Einsetzen ins Wasser sowie der Unterwasser befindliche Zugarm in den beiden vorderen Quadranten befinden. Diese koordinative Abfolge unterscheidet sich von der traditionellen Kraultechnik. Denn hier beginnt der vordere Arm mit der Zugbewegung mehr oder weniger in dem Moment, wo der gegenüberliegende Arm die Druckphase beendet hat und das Wasser verlässt, um in der Rückholphase nach vorne zu schwingen. Der Leitgedanke hinter dieser koordinativen Organisation ist das Streben nach einem regelmäßigen Vortrieb möglichst ohne Unterbrechung der vortriebsrelevanten Aktionen. So sollen Geschwindigkeitsschwankungen, im Regelfall ein auch damit verbundener Tempoabfall, verhindert werden. ….. “

Das Heft mit der Nummer 45 gibt es am Kiosk!