Ein gescheiterter Champ

Jahrelang hatte er die mittleren Freistilstrecken nach Belieben beherrscht und galt als Jahrhundert-Talent. Mehrfacher Goldmedaillengewinner bei Olympia, Weltmeisterschaften und Weltrekorde am Fliessband. Der Australier Ian Thorpe hatte alles erreicht und trat 2006 vom aktiven Leistungssport zurück.

Und plötzlich horchte die Sportwelt auf, als er im vergangenen Jahr veröffentlichte, noch einmal bei Olympia starten zu wollen. Trotz der langen Trainingspause gab man ihm gute Chancen, wieder auf sein früheres Niveau zu kommen. Auch wenn mittlerweile die stark stabilisierenden Ganzkörperanzüge, mit dem auch Ian Thorpe seine größetn Erfolge feierte, verboten sind. Und genau diese Tatsache scheint ihm nun den Gar ausgemacht zu haben.

Ich habe selber beobachtet, wie er auf Teneriffa trainiert hat. Da war es immer zu sehen, diese unglaubliche Wassergefühl und die Leichtigkeit seiner Bewegungen auch bei hohen Anstrengungen. Ein Könner, ein Genie und ein Wassermensch.

Nun ist er bei den australischen Meisterschaften, die der Qualifikation für London 2012 dienten, eindeutig gescheitert. Schade, aber die Zeit lässt sich nun mal nicht zurück drehen. Und ich muß sagen, Ian Thorpe wirkte auch nicht in der Konsequenz austrainiert, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich will sogar soweit gehen zu sagen, da fehlte am Ende der letzte Biss, um auch im Bereich des Gewichtsmanagements alles zu geben. Wie dem auch sei – für mich war sein Comeback erfolgreich. So konnte ich einem der besten Schwimmer der letzten Jahrzehnte ein paar Stunden beim Training zusehen. Danke, Ian!

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