Leserfrage: Brustschwimmen im Triathlon nicht geeignet? Tipps!

Leserfrage:

Seit Jahren lese ich begeistert die diversen Triathlon-Magazine. Leider wird auf Triathleten, die im Bruststil schwimmen, nicht eingegangen. Wie ist da die optimale Technik, wie kann ich meine eigene Technik verbessern, worauf kommt es an? Kraulschwimmen kostet mich einfach zu viel Kraft, ich fühle mich wohl im Bruststil.

Antwort:

Zunächst muss man leider der Realität ins Auge blicken: das Brustschwimmen ist die mit Abstand langsamste Schwimmart! Sieht man sich die Technik etwas genauer an, erkennt man auch recht schnell warum dies so ist. Allein das Rückführen der Arme Unterwasser in die Streckhaltung erzeugt enorm hohe Widerstandswerte. Zusätzlich benötigt die Beingrätsche einen breiten Korridor, der sich ebenfalls ungünstig auf die Geschwindigkeitsentwicklung auswirkt. Brustschwimmen erfordert deshalb eine sehr feine koordinative Abstimmung und kostet zudem viel Kraft, wenn es in höhere Intensitätsbereiche geht. Deshalb sprechen eigentlich alle Argumente gegen das Brustschwimmen, wenn es um eine effiziente Schwimmtechnik im Triathlon geht. Erschwerend kommt hinzu, dass das Brustschwimmen in einem Neoprenanzug sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Um die vorhandene Brustschwimmtechnik für lange Strecke zu optimieren, sollten Sie besonders auf drei Komponenten achten. Zum einen ist die optimale Wasserlage eine wichtige Basis für ökonomisches Schwimmen. Gehen Sie deshalb in der Streckphase mit dem Kopf zwischen die Arme und blicken Sie im 90-Grad-Winkel nach unten, um den Frontalwiderstand zu optimieren. Zweitens ist es wichtig, den Beinschlag im „Schatten“ des eigenen Körpers durchzuführen. Beugen Sie die Knie und führen Sie die Fersen in Richtung Gesäß, um eine möglichst schmale Silhouette zu realisieren. Und zu guter Letzt: führen Sie die Arme nach der Zugphase und der Beugung im Ellenbogen unbedingt bereits vor der Schulterlinie zusammen. Beschreiben Sie keine weit ausholende Bewegung mit gestreckten Armen nach außen, sondern bringen Sie über eine dynamische Einwärtsbewegung der Arme vor dem Oberkörper Tempo in das Brustschwimmen. So erzeugen Sie bei guter Wasserlage zusätzlich Dynamik und Geschwindigkeit.

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