Delphin-Kicks: Elite- oder Jedermann-Technik?

Ryan Lochte macht es, Michael Phelps macht es! Da kann es für mich doch nicht verkehrt sein, es ihnen nachzumachen: die Rede ist von den Delphinkicks nach Start und Wende. In dem Glauben, einen ähnlichen, wenn auch individuellen, Zeitgewinn aus der Technik zu entwickeln wie die Profis, werden dann zum Teil bis zu 10-15 Meter Unterwasser zurückgelegt. Aber ist das wirklich der beste Weg? Oder handelt es sich bei dieser Technik um eine Elite-Technik, die nur ganz wenige für sich gewinnbringend nutzen können?

Aus meiner Sicht ist die letzte Frage mit einem “ja” zu beantworten. Nicht ohne Grund kann man sich Videos von wirklich aufwändigen Athletik-Trainings der Top-Schwimmer ansehen. Genau diese herausragende Athletik ist nämlich auch die Grundlage für kraftvolle Kicks Unterwasser. Ist diese Athletik nicht vorhanden, entstehen Bewegungsbilder wie bei dem Schwimmer im unteren Video. Da wird die Körperwelle, weil die Kraft für die Gegenbewegung aus dem Rumpf nicht vorhanden ist, immer größer, sorgt für enorme Wasserwiderstände und erzeugt genau das Gegenteil von dem, was man erzeugen möchte. Man wird langsamer statt schneller.

Wir sehen dieses Phänomen bei vielen Masters- und auch Hobbyschwimmern oder Triathleten, die von ihren Trainern aufgefordert werden, die Kicks durchzuführen aber die erforderliche Athletik-Qualität nicht mitbringen. Aus meiner Sicht ist es deshalb unerläßlich zunächst die Zeiten über 15 und 25 Meter zu stoppen. Und zwar in der Variante a) mit Kicks und b) ohne Kicks – das Ergebnis gibt einen guten Aufschluss, ob es Sinn macht oder eben nicht. mit der Elite-Technik zu arbeiten. Oder: das Athletik-Training gehörig zu forcieren, um die Möglichkeiten dieser Technik auch tatsächlich auszuschöpfen!

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