PMI: Das Mittel gegen Trainingsunlust

Holger ClifdenDas Wetter macht es uns nicht leicht. Wir wollen trainieren, weil wir wissen, dass es uns Spaß macht. Und dennoch ist die Macht des Wetters so groß, dass sie die positive Macht der Trainingsfreude einfach so übertrumpft. Wie können wir das eigentlich zulassen? Da wollen wir den ganzen Tag nichts anderes als nach Hause kommen, um endlich die Laufschuhe anzuziehen, dann sitzen wir im warmen Auto, schlaffen ab und Zuhause angekommen, ist „das Wetter sowieso viel zu schlecht, um noch rauszugehen“. Das kennt doch wirklich jeder von uns. Und eigentlich wollen wir das so nicht haben!

Wie wäre es mit einer kleinen Idee, wie man diesem Dilemma Herr werden könnte? Gerade lese ich das Buch „Die neue Denkschule“ von Edward de Bono (meistens sind es mehrere gleichzeitig, weil ich mich so schwer entscheiden kann), der mich da auf einen interessanten Ansatz gebracht hat. Er bezeichnet es als das PMI-Prinzip – und genau darum geht es bei vielen Entscheidungen, die wir beeinflussen möchten. Bleiben wir bei dem Beispiel des Abendlaufs.

Zunächst suche ich ein paar Argumente zusammen, die positiv (P=Plus) sind. Die finde ich den ganzen Tag über. Danach kommen mir viele negative Stimmen in den Sinn (M=Minus), die mir den Spaß an der Sache ganz schön rauben können. Und nun kommt die Lösung, nämlich das Interesse an der Aktion (I=Interesse). Wenn ich nämlich meinen Fokus auf den Bereich lege, der mich interessiert, werden alle P und M auf einmal ganz schwach.

Beispiel: Mich interessiert es heute, wie ich trotz eines langen Arbeitstages und den widrigen Bedingen meinen 10km-Lauf absolvieren werde. Ich kann es kaum erwarten zu sehen und zu spüren, was passieren wird. Auf einmal lenken wir unser Interesse auf die Tätigkeit an sich und nicht mehr auf die wertenden Merkmale. Vielleicht macht das der ein oder andere schon unbewußt. Nun könnte es zu einer echten Methode werden. Und das nicht nur im Sport!

Ein Gedanke zu „PMI: Das Mittel gegen Trainingsunlust

  • 5. Januar 2012 um 22:00
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    Wirklich interessant, so mache ich das immer.. eigentlich verrecken bei mir immre die M-Punkte gleich im Ansatz, weil ich nur Interesse an den P-Punkten habe 😉 in diesem Sinne, ein frohes Neues motiviertes Jahr 2012

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