Triathlon: Training & Tipps

Vincent Luis – das Hawaii-Tapering des Weltmeisters

Die finalen 10 Tage vor dem großen Triumph

Vincent Luis ist neuer IRONMAN-Weltmeister 2026! Mit einer taktisch herausragenden Leistung konnte sich der Franzose gegen die zuvor gehandelten Favoriten durchsetzen.

Ich habe mir seinen Strava-Account mal genauer angesehen und vor allem die letzten 10 Tage des Taperings für dich dokumentiert. Denn es zeigt eine völlig andere Strategie als beispielsweise das Training von Kristian Blummentfelt. Dieses Training habe ich im Zusammenhang mit der IRONMAN-WM 2025 in Nizza – und dem darauffolgenden Sieg von Casper Stornes – zusammengefasst:

Laut Strava kommt Vincent Luis auf die folgenden Trainingswerte bis einschließlich seinem Hawaii-Sieg. Einschränkend muss man hinzufügen, dass er wohl keine Uhr beim Schwimmtraining trägt. Schließlich erscheinen hier lediglich 4 Schwimmeinheiten im Jahr 2026.

Training: Jahreswerte 2026 von Vincent Luis bis 10.10.2026

In Klammern die Vergleichswerte von Kristian Blummenfelt (K.B.) in der selben Periode. Man erkennt, wie ähnlich die Anzahl der Trainingseinheiten (TE) sowie die Umfänge im Profi-Bereich gestaltet sind.

Schwimmen: V.L. Daten nicht vorhanden – (K.B. 230 Trainingseinheiten, Umfang: 490 Km)

Radfahren: 197 Trainingseinheiten, Umfang: 15.765 Kilometer – (K.B: 202 TE, Umfang: 14.100 Km)

So fährt Luis pro TE durchschnittlich 80 Km / TE während Blummenfelt bei 70 Km / TE liegt.

Laufen: 237 Trainingseinheiten, Umfang: 3.233 Kilometer – (K.B.: 278 TE, Umfang: 4.101 Km)

So läuft Luis pro TE durchschnittlich 13,7 Km / TE während Blummenfelt bei 14,7 Km / TE liegt.

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Das Hawaii-Tapering der letzten 10 Tage

Auch hier sind die Pool-Einheiten, die z.B. in seiner Instagram-Story zu sehen waren, nicht hinterlegt. Merke: man muss beim Schwimmtraining nicht ständig auf seine Uhr schauen oder ständig die Zwischenzeiten abstoppen. Mitunter verliert man ganz einfach die Konzentration auf den Prozess. Vielleicht einfach darauf verzichten? Der Weltmeister macht´s vor.

Nun aber hinein in die Aufstellung.

Man sieht sehr punktuelle Intensitäten und Umfänge, die mit Bedacht und sehr viel Erfahrung gesetzt wurden. Am Ende haben diese selektiven Einheiten womöglich dazu geführt, ausgeruhter für den Renntag zu sein als andere Athleten.

Denn am Ende gewinnt im Topbereich der Athlet, der am meisten richtig und am wenigsten falsch gemacht hat. Und körperliche wie geistige Frische sind sicherlich ein Grundstein für ein Rennen dieser Bedeutung.

Herzlichen Glückwunsch, Vincent Luis!

Der überragende Marathon

Eine kleine Zugabe ist seine Aufzeichnung seines Marathonlaufs. Was für eine beeindruckende Gleichmäßigkeit hinsichtlich Tempo und Herzfrequenz. Perfektes Pacing – besser geht es nicht!