Greeper Laces: Schnüren wie der Weltmeister!

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Greeper Laces & ASICS

Am 11. September habe ich auf dieser Seite eine Empfehlung zur optimalen Schnürung der Laufschuhe veröffentlicht. Neben vielen positiven Feedbacks erhielt ich von der Firma 3sports in Kempten umgehend ein Testset der Greeper Laces mit der Bitte um einen Praxistest. Und hier kommt dieser Test.

Schnüren wie der Weltmeister lautet die Überschrift. Tatsächlich nutzt kein geringerer als Jan Frodeno als Ersatz seiner Original-ASICS-Schnürsenkel die Greeper Laces in den Wettkampfschuhen. Das mag schon das erste Qualitäts-merkmal sein, schaut man sich die Leistung aber auch die akribische Vorbereitung des frisch gebackenen Ironman-Weltmeisters an. Doch bevor ein vorschnelles Urteil gefällt wird, gehen wir mit den Greeper Laces in die Praxis. Im Kern steht dabei der nicht der Vergleich zu den mitgelieferten, festen Schnürsenkeln. Vielmehr geht es um die Bewertung gegenüber flexiblen und sich damit in der Länge und Spannung ändernden Schnürsenkeln, die man als Triathlet zugunsten einer flotten Wechselzeit gerne einsetzt, weil man sie in der Hektik des Geschehens nicht schnüren muss, sondern einfach in den Schuh „schlupft“. Das spart Zeit und Nerven.

Passform:

Greeper AnleitungDer Verpackung liegt eine ausführliche Anleitung zur „Installation“ der Schnürsenkel bei. Dazu kann man sich im Internet ein Video anschauen, welches die einzelnen Schritte des Einfädelns erklärt (das Video findet sich in diesen Beitrag ganz unten). Ohne Probleme habe ich den Austausch vorgenommen und die Passform gemäß Video-Anleitung durchgeführt. Achtung: Nicht voreilig die Bänder unten abschneiden! Lieber wie gezeigt, zwischen Lasche und Bänder klemmen, um spätere Feinjustierungen vornehmen zu können. Einmal eingefädelt, sitzen die Greeper richtig schön fest. Selbst für Problemfüße (ich habe links einen hohen Spann) können die Greeper individuell gut eingestellt werden. Erster Eindruck: sitzt gut und fixiert den Fuß deutlich besser als flexible Schnürsenkel, deshalb volle Punktzahl 5/5.

Material:

Greeper AusgepacktDas Material scheint ein handelsübliches, festes Schnürsenkel-Material zu sein. In verschiedenen Farben erhältlich, bieten die Greeper Laces für jeden Geschmack die passende Optik. Der beigefügt Schnellverschluss macht einen guten Eindruck. Insgesamt kein Anlass zur Kritik und deshalb 5/5 Punkten.

Praxiseinsatz:

Auf der Grundlage einer individuellen Justierung, sitzen die Greeper Laces richtig schön fest in den Schuhösen. Meiner Meinung nach deutlich besser als mittels flexibler Schnürsenkel, werden die Füße im Schuh fixiert – ohne dass man beim Wechsel (im Triathlon) in die Laufschuhe zeitliche Einbussen hinnehmen muss. Hineinschlüpfen und die beiden Schlaufen mit Zeige- und Mittelfinger fest gezogen und schon geht´s los (Video-Link). Auch während des Laufens geben die Schnellverschlüsse nicht nach! Bestens ausgetüftelt und deshalb Punkte: 5/5

Aus meiner subjektiven Sicht würde ich sagen, es handelt sich um die perfekte Kombination aus festen und zugleich esasy-to-use-Schnürsenkeln, die mit ihren Eigenschaften besonders im Triathlon punkten.

Preis/Leistung:

Die mir zur Verfügung gestellten Greeper Laces liegen bei einem VK von 9,90 Euro (Link: Shop). Das ist günstiger als manch flexibler Schnürsenkel! Bedenkt man die Vielzahl von Kleinteilen (Schnellverschluss, Endkappen und Metallöse) darf man hier die volle Punktzahl vergeben: 5/5 Punkte.

Fazit:

Greeper-Ein-06Die Greeper Laces eignen sich für alle, die buchstäblich auf einen gut fixierten Fuß setzen und dennoch nicht auf einen schnellen Wechsel im Wettkampf verzichten möchten. Auch wenn Schnürsenkel grundsätzlich nur als kleines Bauteil eines guten Laufschuhs betrachtet werden können, so sind sie in höchstem Maße dafür verantwortlich, ob der gewählte Schuh seinen Zweck auch erfüllt. Es lohnt sich aus meiner Sicht, dieses Detail zu optimieren!

Empfehlung und persönliche Meinung:

Ich habe mit Schnürsenkeln die unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Nach der ersten Begeisterung für flexible Schnürsenkel, habe ich in meinen Trainingsschuhen immer häufiger die Original-Bänder belassen, um den Fuß gut zu fixieren. Meine Wettkampfschuhe hingegen habe ich mit flexiblen Schnürbändern ausgestattet und doch immer wieder das Gefühl gehabt: schneller Wechsel „ja“, optimale Laufperformance „bedingt“. Mir gefallen die Greeper Laces deshalb sehr gut und bieten genau das Zubehörteil, das aus meinem teuren Laufschuh endlich auch die gewünschte Triathlon-Performance herauskitzeln könnte. Mit 9,90 Euro handelt es sich dabei um eines der klügsten Investments für Triathleten. Jan Frodeno macht´s vor!

2 Gedanken zu „Greeper Laces: Schnüren wie der Weltmeister!

  • 15. Oktober 2015 um 18:58
    Permalink

    Super Bericht, werd ich wohl auch mal testen, sobald ich wieder laufen kann; man kann ja bei sub 10€ nix falsch machen.

    Antwort

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