Swim 42: Polarized Training

Das entweder-oder-Prinzip

Das polarisierte Trainingsprinzip ist seit einigen Jahren in aller Munde. Als die niederländischen Eisschnellläufer bei den Olympischen Spielen 2014 ihren Erfolg dem modifizierten Trainingsschema zuschrieben, ließen die Nachahmer nicht lange auf sich warten. Erfolg gibt schließlich recht!

Ganz so einfach ist es aber nicht. So gehört doch eine Analyse der individuellen Möglichkeiten dazu, um für sich die beste Methodik zu finden. Für die Swim 42 habe ich das Polarized Training nochmals aufgearbeitet und in einen Artikel gebracht. Hier ist eine Leseprobe des Textes. Das Magazin gibt es am Kiosk.

Polarized Training – das Entweder-Oder-Prinzip

Eine hohe Trainingsleistung ist nur dann möglich, wenn man auch ausgeruht ist. Viele Profis bereiten sich deshalb sehr gezielt auf das intensive Training vor – indem sie zuvor ausgiebig im lockeren Bereich trainieren. Das Prinzip dahinter: Polarized Training.

Von Holger Lüning

“It’s simple. If you want to be your best, go hard and go easy. And don’t go in the middle“, sagt Carl Foster, Sportwissenschaftler an der Universität von Wisconsin. Damit ist das Prinzip des Polarized Training kurz und knapp zusammengefasst. Oder wie es Stephen Sailer, Wissenschaftler an der norwegischen Universität in Agder formuliert: „Im Prinzip gibt es nur drei Trainingsbereiche, nämlich grün, gelb und rot.“ Und er geht noch weiter in seinen Ausführungen und behauptet, das häufig anzutreffende Trainingsmotto „no pain no gain“ wäre sogar kontraproduktiv, da es wichtige physiologische Prozesse nicht ausreichend berücksichtige. Interessante Vorgaben, um noch etwas tiefer in diese Materie einzusteigen. Denn Sailer behauptet auch: „Wer nach dem Prinzip der Polarisierung trainiert, trainiert wie die besten Athleten der Welt. Und das können Sportler jeder Leistungs- und Altersklasse so machen.“

Und tatsächlich hört man immer häufiger von diesem Prinzip, als ein wesentliches Erfolgsrezept. So weisen Experten die enorme Erfolgsbilanz der niederländischen Eisschnellläufer in den vergangenen Jahren den klar strukturierten Trainingsbereichen zu. Spektakulär sind auch die Erfolge der norwegischen Triathleten und anderer Ausdauersportler, die sich strikt an die Vorgaben halten, die nicht nur Stephen Sailer in seinen Veröffentlichungen darlegt.

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