Triathlon Training: Far from home

Adventure-Race „Far from home“

Der Triathlonsport fasziniert vor allem durch die Vielfalt der drei Disziplinen. Und dennoch verfällt man in seinem Training gerne in bequeme Muster und Routinen, die wenig vielfältig sind.

Ist es bei Ihnen nicht auch so, dass es eine Handvoll Trainingsstrecken gibt, die Sie immer und immer wieder laufen und radeln? Dabei besitzen Sie als Triathlet doch besondere Ausdauerfähigkeiten, die Sie auch mal in außergewöhnlichen Situationen zum Einsatz bringen könnten. Diese Situation dann meistern zu können, macht nicht nur viel Spaß, sondern verleiht dem Sport seinen speziellen Reiz. Doch worauf wollen wir nun hinaus?

Das kleine Abenteuer vor dem Haus

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie es wäre, bei einem Adventure-Rennen teilzunehmen? Ein Rennen, das neben den körperlichen Fähigkeiten vor allem eines von Ihnen verlangen würde: einen ausgeprägten Orientierungssinn. Starten Sie in ein kleines Abenteuer betreten Sie ungewohnte Pfade!

Eine Lauf- oder Radstrecke von Start- bis Zielpunkt als eine Einfachstrecke zu konzipieren, gibt Ihnen selbst im Trainingsalltag das Gefühl einer kleinen Reise. Wenn Sie Ihre langen Läufe sonst mehr oder weniger im Kreis laufen, also Start und Ziel Ihr Zuhause ist, dann wird Ihnen möglicherweise gar nicht bewusst, wie groß der Aktionsraum des Ausdauersports sein kann. Schließlich erfährt man dieses Gefühl auch in einem Wettkampf nur sehr selten.

Mit dieser Trainingsidee wird Ihnen mit einem Male die enorme Leistungsfähigkeit bewusst, zu der Sie imstande sind.

So können Sie mit Hilfe von öffentlichen Verkehrsmitteln genau dieses Gefühl erzeugen, indem Sie sich einfach mal „rausfahren lassen“ und sich selber quasi in der Wildnis aussetzen. Oder nutzen Sie den Samstags-Schaufensterbummel oder die Familienfeier, um sich von Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin am Auto zu verabschieden und zu sagen: „Schatz, ich lauf dann mal nach Hause!“

Laufen: Into the wild!

Öffentliche Verkehrsmittel haben nicht nur die Aufgabe, Menschen in Büros zu bringen. Als Sportler kann die Straßenbahn oder der Bus zu einem echten Trainingspartner werden.

Legen Sie gedanklich einen Zirkelkreis um Ihren Wohnort herum. Ziehen Sie einen 5km-, einen 10km-, einen 15km- und vielleicht sogar einen 20km-Radius um Ihr Zuhause, ermitteln Sie die nächst gelegene Bus- oder Bahnstation und studieren Sie den Fahrplan und dessen unterschiedliche Ziele.

Ein 15 Kilometer langer Lauf, im Regelfall von der Wohnung aus als Rundkurs angelegt, besitzt nicht unbedingt den Reiz, neue Eindrücke zu gewinnen. Die sind aber durchaus wichtig, um Sie auch im regelmäßigen Ausdauertraining bei Laune zu halten.

Laufen Sie aber plötzlich dieselbe Strecke nur in eine Richtung, werden Sie sich wundern, wie weit Sie damit kommen. Und genau das kann einem Lauftraining völlig neue Impulse verleihen. Sie werden erstaunt sein, wie weit Sie sich von Zuhause entfernen und in welchen Gegenden Sie landen würden, die Sie sonst allenfalls mit dem Auto ansteuern würden.

Drucken Sie sich den Kartenausschnitt aus und beginnen Sie Ihre Umgebung läuferisch zu erkunden. Fahren Sie an den Ortsrand und laufen Sie von dort wieder nach Hause. Sie werden neue Dinge sehen und wertvolle Impressionen sammeln. Und Sie werden auf einmal stolz sein auf das, was Sie können, weil die zurückgelegte Strecke einen völlig neuen Eindruck auf Sie machen wird.

Und wir versprechen Ihnen, dass Sie schon während der Zugfahrt ein Kribbeln im Bauch haben werden!

Tipp: Nehmen Sie bei Ihren Ausflügen immer ein wenig Kleingeld und ein Mobiltelefon mit, um sich im Notfall oder bei einem Verlaufen helfen zu können. Ein nützlicher Helfer kann auch eine GPS-gesteuerte Trainingsuhr sein, mit der Sie die Streckenlänge und mögliche Abzweigungen planen können.

Radfahren: Regional-Express

Was beim Laufen gut funktioniert, klappt auch mit dem Rad bestens. Und das Gute am Rad ist, dass Sie Ihren Aktionsradius nochmals deutlich erhöhen können. Ziehen Sie auch hier einfach mal einen Kreis um Ihren Wohnort auf 60, 80 oder 100 Kilometer Radiusweite und Sie werden staunen, wo Sie dann landen.

Nun ein Blick in die Fahrpläne der Regionalzüge, Sachen gepackt und los geht´s!

Einen besonderen Reiz könnte dieser Trainingsausflug haben, wenn Sie ihn mit Trainingskameraden unternehmen. Gönnen Sie sich einen Tag Urlaub und starten Sie aus 100 Kilometer Entfernung. Sie werden am Abend nicht schlecht staunen, was Sie alles erlebt haben.

Ist Ihnen das an Abwechslung noch immer nicht genug? Dann könnten Sie auch Ihr Mountainbike oder Ihr Crossrad aus dem Keller holen und versuchen, den Heimweg weitestgehend auf unbefestigten Wegen zu bestreiten. Spätestens dann wird auch der Abenteurer in Ihnen befriedigt!

Tipp: Gehen Sie auf eine der bekannten GPS-Touren-Portale im Internet. Dort können Sie schon in der Planung auf Ihre Tour, die Strecke per Wegpunkten markieren, ausdrucken oder sogar auf Ihr GPS-Gerät laden. Mit ein wenig Planung im Vorfeld gewinnt diese Trainingsform noch mehr an Reiz. Zudem können Sie Ihr Umfeld über den Streckenverlauf informieren. Das könnte im Falle einer Panne hilfreich sein.

 

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