Schwimmseminar: Was kann man lernen?

Am Sonntag waren wir wieder im Einsatz. Bei unserem ausgebuchten Schwimmseminar in Frankfurt am Main, haben wir mit unseren hochmotivierten Teilnehmern sage und schreibe acht Stunden Schwimmsport-Pur erlebt.

Videoanalyse, Theorie der Schwimmtechnik, Zugseiltraining und vieles mehr standen auf dem Programm.

Die Frage nach solch einer Veranstaltung ist auch für uns immer wieder interessant: was haben wir gelernt?

Nachdem wir in den vergangenen Jahren, ja eigentlich Jahrzehnten, weit über 1.000 Schwimm-Analysen durchführt haben, können wir getrost behaupten, echte empirische Forschung zu betreiben. Ein Fundus, der möglicherweise einmalig ist. 

Und so ist es auch möglich, auf der Grundlage der Biomechanik und Hydrodynamik, Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge zu erkennen. Das bedeutet: technische Fehlerbilder zu identifizieren, die immer wieder auftauchen und – ganz wichtig – deren Folgefehler. 

Hier haben wir einmal zwei recht typische Momentaufnahmen, die zeigen, welche Problematik z.B. beim Abfall der Schulter einerseits und dem übertriebenen „Aufstellen“ des Schwungarms auf das Schultergelenk entsteht. Der Zugarm fällt Unterwasser unweigerlich in kompletter Armstreckung ab und kann folgerichtig nicht mehr in eine Winkel- und Hebelstellung gebracht werden, die eine dem Krafteinsatz adäquate Vortriebswirkung entstehen lassen würde. So verzerrt sich die Wirkungsrichtung der Hebel und die schwimmrelevante Muskulatur (in diesem Fall der Musculus latissimus dorsi) wird zudem nicht effektiv aktiviert.

Fazit für jeden Schwimmer und Triathleten: ohne eine fachmännisch betreute Videoanalyse ist es oftmals unmöglich, diese Zusammenhänge selber zu erkennen und zu korrigieren. Und noch wichtiger ist die Antwort auf die Frage, wie man die Technik individuell optimieren kann. Und gar nicht so selten liegt das Geheimnis nicht zwangsläufig im Wasser, sondern an Land. Zu diesem Thema bereiten wir noch einen separaten Beitrag vor.

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