Schwimmtechnik: Säugetier vs. Fisch

Säugetier schwimmt, Fisch taucht! So kann man das Thema schnell zusammenfassen. Meine Mission ist es, aufzuklären. Denn leider gibt es immer noch zu viele Sportler (und leider auch Trainer), die der Idee verfallen sind, das Nachahmen der Tauchtechnik eines Fischs könnte eine gute Idee für eine Schwimmtechnik sein. Ist es aber nicht!

Ganz im Gegenteil. Wer glaubt, die Widerstände damit optimieren zu können, der sieht nicht, dass ein hin-und-her-Schwingen des Beckens deutlich mehr Widerstände erzeugt als eine ruhige, mehr oder weniger waagrechte Lage (Foto links). Im Foto (rechts) unten sieht man z.B. die typische Reaktion, nämlich dass in der Schräglage die Beine korrigieren und die Arme in einer falschen Position eingesetzt werden.

Zudem kann man aus der Schräglage keinen optimalen Zug Unterwasser ansetzen (Foto rechts). Rein biomechanisch unmöglich. Es sprechen viele Gründe gegen das Modell „swim like a fish“. Wo man seinen Schwimmstil verbessert, geht mich letztlich nichts an, nur: bitte vorher nach dem Technikmodell fragen, um nicht den falschen Weg einzuschlagen.

Wasserlage im Schwimmen

4 Gedanken zu „Schwimmtechnik: Säugetier vs. Fisch

  • 5. Dezember 2015 um 15:02
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    Lieber Holger,

    …..ich teile deine Meinung schon lange!

    Gruß
    Ulrike

    Antwort
    • 20. Dezember 2015 um 9:50
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      Liebe Ulrike,
      vielen Dank. Ja, die Gesetze der Physik sprechen eine klare Sprache! Und das Gefühl bestätigt sie dann.
      Viele Grüße
      Holger

      Antwort
  • 19. Februar 2018 um 22:46
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    Hallo,
    ich hatte vor einigen Tagen einen TI Kurs besucht. Dort wurde zwar von einer leichten Rotation gesprochen, in der Video-Analyse aber bei fast allen die Rotation korrigiert in Richtung „weniger“. Es wurde von einer Rotation von maximal 30 Grad gesprochen. Die Behauptung, bei TI würde eine Lage gelehrt wie auf dem rechten Bild gezeigt, ist also falsch.

    Ich weiß, der Post ist schon alt, aber immer noch bei Google Suche zum Thema Total Immersion und Triathlon auf Seite eins der Ergebnisse.

    Viele Grüße,
    Dieter

    Antwort
    • 20. Februar 2018 um 13:12
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      Hallo Dieter,
      vielen Dank für deinen Hinweis. Ich habe den Zusatz aus dem Artikel entfernt. Es geht hier vor allem darum, das Prinzip zu verdeutlichen – und das geht mit den Extremen meistens recht anschaulich. Deshalb war es so gewählt.
      Eine Rotation im Beckenbereich ist aber nach wie vor immer eine Reaktion und keine Aktion. Die Aktion geht immer von den Antriebselementen aus und kann nicht über eine Rotation initiiert werden. Da ist biomechanisch gut zu begründen.
      Hauptsache, du hast aber die Freude an diesem Sport gefunden. Das steht an erster Stelle!
      Viele Grüße
      Holger

      Antwort

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