Wasserlage: Fly like a fish?

Es gibt aus meiner Sicht einige unsäglich schlechte Ideen als Vorlage für schnelles, effizientes Schwimmen. Das Modell “swim like a fish”, bei dem eine aktive Beckenrotation empfohlen wird, ist eine davon. Schließlich hat der Schwimmer im Wasser mit ähnlichen Gesetzmäßigkeiten zu tun wie der Fallschirmspringer oder auch das Flugzeug. Kurz gefasst: je mehr Fläche ich erzeuge, umso stabiler und höher liege ich im Wasser. Klingt gut? Ist es auch!

Aus gutem Grunde gibt es kein – etwas provokant formuliert – “fly like a fish”. In Seitenlage oder bei starkem Verdrehen im Beckenbereich droht uns Menschen nämlich das Absinken und damit der Verlust einer guten Wasserlage. Ganz häufig kommt hinzu, dass die Beine dieses Kippen durch Scherenschläge korrigieren müssen und damit mehr zu tun haben, als mit der Vortriebserzeugung. Also kurz gefasst: das Modell von Total Immersion kann nicht funktionieren. Ganz persönlich meine ich sogar, es ist ein Trugschluss und führt Hilfe suchende Schwimmer und vor allem Triathleten in die Irre. Deshalb: unbedingt meiden! Und wenn Vergleiche mit der Natur genutzt werden sollen, dann sind es die Säugetiere im Wasser, wie Wale und Delphine. Und die haben ihre Flossen waagrecht angeordnet und nicht senkrecht. Aus gutem Grunde: sie müssen atmen! Wie wir Menschen, und genau das verbindet uns!

DCIM105GOPRO
Wasserlage

 

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